Multnominal Logistic Regression

Regressionsmodelle aller Art mit Stata.

Multnominal Logistic Regression

Beitragvon EvaLotte » Sa 31. Jul 2021, 09:00

Hallo hallo,

ich berechne für meine Master Arbeit gerade MLR Modelle in Stata und bin so langsam am überlegen wie ich die Ergebnisse darstelle am besten. Weil MLR Koeffizienten so schelcht zu interpertieren sind , wurde mir geraten die Ergebnisse zusätzlich als AMEs darzustellen. Jetzt habe ich aber beim rumprobieren gemerkt, dass die Ergebnisse als MEM (Marginal Effect at the Mean) sehr viel besser noch aussehen bzw. hier sehr viel mehr signifikant wird. Ist es komisch in einer Arbeit beides zu zeigen? Weiß irgendwie nicht, wie da so ein gängiges Vorgehen ist.

kann mir da wer weiterhelfen?
Vielen lieben Dank schon mal
LG,
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Re: Multnominal Logistic Regression

Beitragvon Staxa » Sa 31. Jul 2021, 10:15

Du solltest dir genau überlegen, was du zeigen möchtest. Die jeweiligen Berechnungen haben eine unterschiedliche Bedeutung. Auf die Signifikanzen solltest du gar nicht schauen, hiernach auszuwählen ist unseriös. Dir sollte genau klar sein, das die verschiedenen Berechnungen bedeuten. Ein Beispiel:

Code: Alles auswählen
webuse sysdsn1, clear
tab insure
mlogit insure age male nonwhite i.site
margins, dydx(male)

Hier zeigt sich der Effekt des Geschlechts, wobei alle anderen Variablen "as is" sind, d.h. nicht verändert im Sample. Was intern passiert ist, dass Stata "male" jeweils auf 0 und 1 setzt, jeweils eine prediction macht und alle anderen Vars belässt wie sie sind.

Code: Alles auswählen
margins, dydx(male) atmeans

Hierbei werden alle anderen Variablen auf ihren Mittelwert gesetzt und dann wieder eine prediction gemacht. Das ist ja eine andere Bedeutung. An diesem Beispiel ändert sich das Ergebnis kaum, aber das ist natürlich nicht immer so.
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Re: Multnominal Logistic Regression

Beitragvon EvaLotte » Sa 31. Jul 2021, 11:02

Danke dir für die wiedermal verständliche Erklärung!!

Ich verstehe sehr deinen Punkt bzgl. der Unseriösität :) Tatsächlich bin auch nur darauf gestoßen, dass ich die Ergebnisse auch per MEM angeben könnte, weil ich die Ergebnisse gerne graphisch darstellen will und für einen konditionalen Effektplot die unabhängigen Variablen des Modells beim Mittelwert konstant gehalten bleiben müssen. Wenn ich das mache würde ich dann AME und MEM berechnen.. Ist das ein okayes Vorgehen?

Also erstmal die MLR Koeffiezienten anzugeben, dann die AMEs und für die Berechnung eines konditionalen Effektplot die MEMs?

LG,
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Re: Multnominal Logistic Regression

Beitragvon Staxa » Sa 31. Jul 2021, 11:21

Dazu kann ich dir nichts sagen, weil am Ende dein Dozent die Bewertung vergibt und jeder eigene Wünsche und Ideen hat. Insofern direkt nachfragen. Wenn das nicht geht, dann hochwertige Publikationen als Vorbild nehmen. Wenn du eben alles berichtest so hast du zumindest eine große Auswahl an Interpretationen, musst aber alles vorstellen, hier musst du also auf deinen Platz achten. Und du solltest natürlich klar erklären, warum du alle Darstellungen nutzt und was sie bedeuten. Wenn du das anschaulich grafisch darstellen kannst ist das sicher ein Pluspunkt.
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Re: Multnominal Logistic Regression

Beitragvon EvaLotte » So 1. Aug 2021, 14:17

hey, danke dir! Das war sehr hilfreich! Hab noch eine kurze Frage hinterher, wenn man mit dem svyset design von Stata arbeitet werden bei MLR Modellen keine Pseudo R2 Werte angegeben. Weißt zu zufällig was man stattdessen für den model fit angibt? Einfach den Prob > F ?

Sorry für den Themenwechsel :roll: und danke dir!!!
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Re: Multnominal Logistic Regression

Beitragvon Staxa » Mo 2. Aug 2021, 08:16

Bei den Gewichtungsprozeduren können manche Statistiken nicht berechnet werden. Der F-Wert ist eher ein Omnibus Test und nicht identisch mit einem klassischen Fit-Wert, aber dann würde ich das einfach so anmerken. Den Wert zu berichten ist jedenfalls nicht falsch.
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Re: Multnominal Logistic Regression

Beitragvon EvaLotte » Di 3. Aug 2021, 10:09

Vielen vielen Dank dir!
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