Ich würde in so einer Situation zuerst die eigene Ausgangslage genauer sortieren und überlegen, welche Erfahrungen, Stärken und Rahmenbedingungen bei einem Wechsel unbedingt erhalten bleiben sollen. Gerade wenn der aktuelle Job noch Sicherheit bietet, finde ich einen schrittweisen Übergang sinnvoller als eine spontane Kündigung.
Ein Ansatz dafür wird auf
https://zweitkarriere.de/ beschrieben, wo Daniel Gerlach die berufliche Neuorientierung in mehrere aufeinanderfolgende Phasen gliedert. Vorgesehen sind zunächst Klarheit und Richtung, danach eine Erprobungsphase und erst später der eigentliche Übergang. Interessant finde ich dabei, dass mögliche Optionen beispielsweise über Praxisinterviews, Hospitationen, Netzwerkgespräche oder kleinere Projekte getestet werden können.
Dadurch lässt sich zumindest eher einschätzen, ob eine neue Tätigkeit auch außerhalb der eigenen Vorstellung funktioniert. Laut Anbieter ist der Ablauf außerdem so angelegt, dass viele Schritte neben einem bestehenden Vollzeitjob möglich sein sollen. Das erste Gespräch dauert nach den Angaben auf der Seite ungefähr 30 Minuten und dient zunächst dazu, Situation, Ziel und mögliche Hindernisse zu besprechen. Ich würde vor einer weiteren Entscheidung vor allem klären, wie individuell die anschließende Begleitung tatsächlich ist und welcher zeitliche sowie finanzielle Aufwand danach entsteht.